Winterspaziergang von Berchtesgaden nach Scharitzkehl im Endstal über den Kalten Keller, den Spinnerwinkel und den Carl-von-Linde-Weg.
Die Population des Alpensteinbocks war vor 200 Jahren im gesamten Alpenraum auf gerade einmal 100 verbliebene Tiere in Italiens Gran Paradiso dezimiert worden. Die Spezies stand damit kurz vor der Ausrottung und wurde wahrscheinlich nur deswegen davor bewahrt, weil Vittorio Emanuelle II aus dem Hause Savoyen, Mitte des 19JHD König von Sardinien-Piemont, die Jagdrechte für sich alleine haben wollte und den verbliebenen Bestand mit einer Hundertschaft von Wildhütern schützen lies. Von diesen Hundert Tieren stammen die heutigen Bestände in Höhe von etwa 50.000 Exemplaren des Alpensteinbocks vollständig ab.
Der Mont-Blanc ist als Dach Europas bekannt und zieht Bergtouristen aus aller Welt zu sich. Trotz seiner Berühmtheit und seiner beeindruckenden Erscheinung ist er dennoch nur ein kleiner Teil einer ganzen Gruppe von dutzenden imposanter Berge, Gletscher, Grate und Nadeln, die ungerechtfertigt deutlich weniger bekannt sind, als der Mont-Blanc selbst. Stünden diese alleine, jeder und jede Einzelne wäre eine Berühmtheit. Erst bei der Umrundung dieser Gruppe auf der TMB entwickelt man ein Verständnis wie der Gebirgsstock gebaut ist und wie einst Gletscher das Massiv in einzelne Gipfel zertrennten.
Mer de Glace ist mit 12km Länge, bis zu 2km Breite und 400m Eisdicke der größte Gletscher der französischen Alpen. Er verkleinert sich seit 150 Jahren, davor wuchs er hunderte von Jahren, davor war er fast verschwunden. Vor 260.000 Jahren erstreckte er sich bis vor das 250km entfernte Lyon und begrub das heutige Chamonix unter einer 1.500m dicken Eisschicht. Eiszeitliche Schwankungen sind aus der kurzlebigen Sicht eines Menschen völlig unglaublich. Sie waren in der Lage, die Berge aus dem Massiv zu schleifen, so wie wir sie heute kennen.